Am 25. Juni 2026 durfte die BioThera–Mertelsmann Stiftung gemeinsam mit CRIION und in Kooperation mit der Universität Freiburg einen Abend gestalten, der in vielerlei Hinsicht in Erinnerung bleiben wird. Im historischen Haus zur Lieben Hand wurde der CRIION Joachim Frank-Preis erstmals in Freiburg verliehen; und der Abend wurde zu mehr als einer Preisverleihung.

In diesem Jahr wurde der Preis erstmals in zwei Kategorien vergeben. Prof. Dr. Robert Zeiser vom Universitätsklinikum Freiburg wurde für seine wegweisenden Arbeiten zur Stammzelltransplantation in der Kategorie Biomedizinische Forschung ausgezeichnet; die Gruppe ZNS-Lymphom erhielt den Preis in der Kategorie Klinische Medizin. Den Abend bereicherte die Festrede von Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Joachim Frank, der dem Preis als Namensgeber eine besondere Strahlkraft verleiht.

Der CRIION Joachim Frank-Preis zeichnet Forschende aus, die durch ihre Arbeit wesentlich zum Verständnis und zur Behandlung von Krebserkrankungen beitragen und dabei wissenschaftliche Exzellenz mit klinischer Relevanz verbinden. Die Auswahl erfolgt auf der Grundlage einer Shortlist, die zwei ausgewiesene Fachgutachter aus den eingereichten Nominierungen erstellen; die endgültige Entscheidung trifft das Kuratorium der BioThera–Mertelsmann Stiftung, dem führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören. Der Preis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zu gleichen Teilen auf beide Kategorien aufgeteilt: 12.500 Euro für Biomedizinische Forschung und 12.500 Euro für Klinische Medizin.

Im Anschluss an die offizielle Preisverleihung luden wir zu einem Get-together im Casino und Innenhof des Hauses zur Lieben Hand ein; und es war genau dieser Rahmen, der etwas entstehen ließ, das sich nicht planen lässt: echte Begegnung. Die Gästemischung war außergewöhnlich: Medizinerinnen und Mediziner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums, Kolleginnen und Kollegen, Stipendiatinnen und Stipendiaten, Künstlerinnen sowie interessierte Studierende fanden sich in einer Atmosphäre zusammen, in der Hierarchien in den Hintergrund traten und Gespräche aufblühten.

Diskutiert wurde, was den Abend ausmachte: die neuesten klinischen Erkenntnisse direkt aus der Forschung, Fragen der Wissenschaftsorganisation und nicht zuletzt kulturelle wie institutionelle Unterschiede zwischen Deutschland und Lateinamerika. Gerade für Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IMBS-Programms, des binationalen Masterstudiengangs der Universitäten Freiburg und Buenos Aires, waren solche Gespräche von besonderer Relevanz. Und natürlich: Nicht jeden Tag bietet sich die Gelegenheit, mit einem Nobelpreisträger in so ungezwungener Runde ins Gespräch zu kommen.

Wir sind überzeugt, dass Wissenschaft vom echten Austausch lebt und dass die wertvollsten Impulse oft dort entstehen, wo Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen, Kulturen und Karrierestufen miteinander sprechen. Der Abend im Haus zur Lieben Hand hat dort eine Brücke geschlagen, wo diese nicht immer leicht zu bauen ist: zwischen Forschung und Gesellschaft, zwischen Generationen, zwischen Freiburg und der Welt.

Genau das verstehen wir unter „Bright minds for a better world.”